morpho_genesis ∞


Teilnehmende Künstler



Milan Mladenovic
Filippos Werner


Kontextualisiert von Renate C.-Z.-Quehenberger



Eröffnung 4. November 2022 19.00 bis 22.00 Uhr
Ausstellung vom 5. bis 30. November 2022

Öffnungszeiten Mi - Fr 15.00 bis 18.00 Uhr
oder nach telefonischer Vereinbarung +43 681 81939710



18.11.2022 Konzert 19.30 Uhr

Trio Michael Fischer (Feedback-Saxophon)
John Edwards (Kontrabass)
Valentin Duit (Schlagzeug)
(doors open 18.00 Uhr)




morpho_genesis ∞


Diese Ausstellung wird von den beiden wohl größten in Wien lebenden Künstlern, Milan Mladenovic (2,00 m) und Filippos Werner (1,94 m), scheinbaren Abkömmlingen der mythischen griechischen Titanen, bestritten. (Selbstverständlich wird erst die Kunstgeschichte über die wahre Größe der beiden Künstler entscheiden.)
Die Werkauswahl der beider Künstler vereint das Thema der Morphogenese.

Filipos Werners thematisiert in großformatigen, flächigen Malereien den Zyklus des Lebens,Tod und Wiedergeburt. Seine fragmentarische Figuren lassen die Vereinigung zweier Menschen in einem Liebesakt nachempfinden. Während sich die Köpfe der Paare, losgelöst vom Körper geistig verständigen, verschmelzen die Körperteile in einem orgiastischen Reigen.

Milan Mladenovic morpht in seinen digitalen Video-Arbeiten und Prints bevorzugt menschliche Figuren. Seine Serie von Styrodur-Bildern verdeutlicht den Schmelzungsprozess am Material: Indem er die Bildträger selbst schmilzt und verformt, emergieren Zell-ähnliche Strukturen.

Ein anderer „Phasenübergang" wird bei seinen Klebearbeiten sichtbar, wenn die bereits bestehenden Strukturen von Produktetiketten sich scheinbar von selbst zu psychedelischen Ordnungsmustern organisieren. Ähnlich alchimistisch verfährt Mladenovic mit seinen Skulpturen,  die mitunter einen Verfallsprozess zur Schau stellen. So wird bei den beiden Büsten aus Thermopapier die hellere Büste durch Sonnenstrahlen dunkler, während sich bei der Dunklen die Kupfer-Oxid-Oberfläche in Kupfer verwandelt. Eine andere Verwandlung unternahm der Künstler mit einer Honigmelone, die er als zeitgenössische Interpretation einer Teetasse (vegan, Anti-Pelz) als "Hommage" an Meret Oppenheims Déjeuner en fourrure („Frühstück im Pelz“)  präsentiert.

Renate C.-Z.-Quehenberger