22. März - 05. April 2019

Ausstellung vom 21. März bis 20. April 2019
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr
                                (oder nach Vereinbarung +43 681 81939710)

21 +
Participants

Linda Bilda
Julien Bismuth
Kerstin von Gabain
Marcus Geiger
Trixi Groiss
Gerhard Gutenberger
Heike Kelter
H.F. Müller
Olaf Metzel
Ulrich Strothjohann

Curated by Axel Huber


Er­öff­nung: Don­ners­tag, 21. März 2019  - 19:00 bis 22:00

Ausstellung vom 21. März bis 20.April 2019
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr
                                (oder nach Vereinbarung +43 681 81939710)






21 +


Chapeau! Ab 21.3.2019 präsentiert der KUNSTRAUM AM SCHAUPLATZ eine von Axel Huber kuratierte Ausstellung. Der von ihm ausgegebene Ausstellungstext ist ein Poem von Julien Bismuth:

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Fotos © Corinne L. Rusch




Im Rahmen von Foto Wien

INNER DELAY.YXXX


Participants

Claudia Schumann
Milan Mladenovic

Curated by Lukas Willmann



Kunstraum am Schauplatz / Garage


Vernissage: Don­ners­tag, 21. März 2019  - 19:00 bis 22:00

Ausstellung vom 21. März bis 18. April 2019
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr
                                (oder nach Vereinbarung +43 681 81939710)


INNER DELAY.YXXX thematisiert Veränderungen am menschlichen wie sozialen Körper durch Theorien,Technologien und politische Debatten, in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Radikalität. Der Titel referiert auf die Verzögerung, mit der aktuelles Zeitgeschehen im individuellen Bewusstsein bzw. Körpererleben erfahrbar wird.

Die Installation von Claudia Schumann umfasst einen mehrteiligen Stahlkörper, der prinzipiell variabel aufgebaut werden kann. Durch diese Variabliät und den Einsatz beweglicher Teile, entzieht sich die Konstruktion einer einzig möglichen Form. Sie spielt vielmehr mit dem Bereich zwischen strukturellen Gegebenheiten, und kann vor dem Hintergrund der Genderthematik auch als Auflösung einfacher Geschlechtsdichotomien gelesen werden.

Das Bildmaterial, ursprünglich im Körper projektiert, wurde in der Entwicklung von der Skulptur weitgehend abgelöst. So findet sich im Innenraum des Stahlkörpers nur noch eine Photographie, die den Blick sowohl nach innen als auch nach aussen richtet. 5 weitere Photos markieren den umgebenden Raum und seine Bedeutung. Die tw. bearbeiteten, mehrschichtig überdruckten Photoarbeiten reflektieren verschiedene Aspekte körperlicher Ordnung bzw Willkür, Eingriffsmöglichkeit und Verletzung.

Milan Mlandenovic orientiert sich in seinen digital veränderten bzw collagierten  Photoarbeiten ebenfalls am menschlichen Körper, den er in ständiger Mutation inszeniert. Der Installation vorort fügt er 4 Arbeiten ein, die sich mit den Bedingungen von Wahrnehmungsprozessen beschäftigen. Mladenovic hinterfragt in seinem Werk wiederholt kulturelle Strategien und Einflüsse auf Identitätsprozesse. So lässt er -hintergründig wie ironisch- zb in seinem hier gezeigten Spiegelobjekt, dem das Profil des Künstlers ausgeschnitten ist, die BetrachterInnen sich selbst ansehen, und zwingt sie dabei in eine neue Position und Seherfahrung. In der Arbeit  „faceless“  steht die Frage nach der Erkennbarkeit im Zentrum. Historisch bereits als Seelenraub oder Bildverbot problematisiert, formuliert sie sich heute zb in politisch brisanten Diskussionen um Vermummungsverbot oder neuerste Wiedererkennungstechnologien.


Zu den KünsterInnen:

Claudia Schumann beschäftigt sich in ihren photographischen Arbeiten mit dem Verhältnis von Blick und Bild. Sie interessiert sich für psychische Funktionsweisen und den menschlichen Körper zwischen Hinfälligkeit und Widerständigkeit. Auch die skulpturalen Arbeiten greifen diese Themen auf; oft in Stahl ausgeführt, erweitern sie die Photographie ins Räumliche bzw werden in Installationen auch mit anderen Medien gemeinsam inszeniert.

Milan Mladenovic hat als Multimediakünstler neben Objekten, Videos, Photoarbeiten, auch grossflächige Wandcollagen gefertigt. Im Gestaltungsvorgang des Wiederholens ähnlicher Formen orientiert er sich dabei an Naturgesetzen bzw an Machtsymbolen technologischer Hilfsmittel. Er verfolgt in seiner Arbeit entlang kultureller Prozesse und gesellschaftspolitischer Phänomene, prinzipielle Fragen nach Bedingungen von Wahrnehmung, Selbstverständnis, Introspektion und individuellem Binnenraum.


Fotos © Corinne L. Rusch